Verwaltung




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Informationen
für interessierte
Wohnungseigentümer


 

Aufgrund welcher Rechtsgrundlage findet die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums statt?

Die Verwaltung ist im wesentlichen im dritten Abschnitt des Wohnungseigentumsgesetzes, §§ 20 - 29, geregelt.

Zu beachten sind ebenfalls die in der Teilungserklärung und/oder Gemeinschaftsordnung enthaltenen Regelungen sowie bestandskräftige Beschlüsse der Wohnungseigentümer.



Zwischen welchen Arten der Verwaltung muß unterschieden werden?

Zwischen der Verwaltung des Sondereigentums und des gemeischaftlichen Eigentums. Für die Verwaltung des Sondereigentums ist jeder Eigentümer selbst zuständig.



Was versteht man unter Verwaltung?

Unter Verwaltung versteht man die Geschäftsführung im Interesse aller zum gemeinschaftlichen Besten. Die Rechtsbeziehungen der Wohnungseigentümer im Innenverhältnis werden durch die entsprechenden Regelungen der Verwaltung bestimmt.



Sind diese Regelungen abänderbar?

Die Regelungen sind durch die Wohnungseigentümer grundsätzlich abänderbar, soweit sich keine zwingenden Einschränkungen aus dem Wohnungseigentumsgesetz ergeben.



Welche Einschränkungen gibt es im Wohnungseigentumsgesetz?

Nach § 20 Abs. 2 kann die Bestellung eines Verwalters nicht ausgeschlossen werden.

Nach § 26 Abs. 1 Satz 4 soll verhindert werden, daß die Bestellung eines Verwalters von der Zustimmung außenstehender Dritter abhängig gemacht werden kann.

Nach § 27 Abs. 3 können die gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse des Verwalters auch durch Vereinbarung nicht eingeschränkt werden.



Wem steht die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums zu?

Die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums steht gemäß § 21 Abs. 1 WEG allen Eigentümern gemeinsam zu, soweit nichts anderes vereinbart ist. Das heißt, daß Verwaltungsmaßnahmen in der Regel alle Eigentümer zustimmen müssen.



Müssen alle Verwaltungsmaßnahmen einstimmig getroffen werden?

Maßnahmen, die im Rahmen der ordnungsgemäßen Verwaltung liegen, können mit Mehrheit beschlossen werden.



Um welche Maßnahmen handelt es sich dabei?

Nach § 21 Abs. 5 zählen dazu insbesondere:

1.   die Aufstellung einer Hausordnung

2.   die ordnungsgemäße Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums

3.   die Feuerversicherung des gemeinschaftlichen Eigentums zum Neuwert sowie die angemessene Versicherung der Wohnungseigentümer gegen Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

4.   die Ansammlung einer angemessenen Instandhaltungsrückstellung

5.   die Aufstellung eines Wirtschaftsplanes

6.   die Duldung aller Maßnahmen, die zur Herstellung einer Fernsprechteilnehmereinrichtung, Rundfunkempfangsanlage oder eines Energieversorgungsanschlusses zugunsten eines Wohnungseigentümers erforderlich sind (bei diesem Maßnahmen ist der Wohnungseigentümer zum entstehenden Schadensersatz verpflichtet)


Ebenso beschließt die Eigentümergemeinschaft über die Verwalterbestellung (§ 26), den Wirtschaftsplan, die Abrechnung und die Rechnungslegung (jeweils § 28) sowie die Bestellung eines Beirats (§ 29) per Mehrheitsbeschluß.



Was versteht man unter "ordnungsgemäßer Verwaltung"?

Ordnungsgemäß ist alles, was dem geordneten Zusammenleben in der Gemeinschaft dient (§ 14) und was dem Interesse der Gesamtheit der Wohnungseigentümer nach billigem Ermessen entspricht (§ 15, 21). Hierunter fallen alle Maßnahmen, die auf die Erhaltung, Verbesserung und normale Nutzung der Wohnungseigentumsanlage gerichtet sind.



Welches sind die Organe der Verwaltung?

Die Wohnungseigentümer (in der Eigentümerversammlung), der Verwalter und der Verwaltungsbeirat.



 


© 11.09.2001 by Peter Hudecki   E-Mail: webmaster@linnenkamp39.de
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