Auskunft




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Wohnungseigentümer


 

Aufgrund welcher Rechtsnorm ergibt sich die Auskunftsverpflichtung des Verwalters?

Gemäß § 666 BGB ist ein Beauftragter (hier: Verwalter) verpflichtet, dem Auftraggeber (hier: Eigentümergemeinschaft) die erforderlichen Nachrichten zu geben, auf Verlangen über den Stand des Geschäfts (hier: Verwaltungsangelegenheiten) Auskunft zu erteilen und nach der Ausführung des Auftrags Rechenschaft abzulegen.



Was versteht man unter Auskunft?

Unter Auskunft versteht man die mündliche oder schriftliche Beantwortung von Fragen.



Über welche Verwaltungsgeschäfte hat der Verwalter Auskunft zu erteilen?

Über sämtliche Sachverhalte, die in irgendeiner Form mit der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums in Zusammenhang stehen, zum Beispiel Auskünfte über den Fortschritt von Reparaturarbeiten, den Eingang von Hausgeldern, anhängige Prozesse, etc.



Wem gegenüber ist der Verwalter zur Auskunft verpflichtet?

Wie bereits ausgeführt, ist der Verwalter seinen Auftraggebern, also der Eigentümergemeinschaft in Ihrer Gesamtheit, zur Auskunft verpflichtet.



Wo hat der Verwalter die Auskunft zu erteilen?

Regelmäßig in der Eigentümerversammlung.



Was ist zu tun, wenn der Verwalter sich weigert, Auskünfte zu erteilen?

In diesem Fall sollte man den Verwalter schriftlich auffordern, einen entsprechenden Beschlußfassungsantrag über die Geltendmachung des Auskunftsanspruches in die Tagesordnung der nächsten Versammlung aufzunehmen. Weigert sich der Verwalter, so kann der Beirat - im Gegensatz zum einzelnen Eigentümer - die Aufnahme eines Tagesordnungspunktes verlangen. Durch Beschlußfassung kann auch ein Wohnungseigentümer beauftragt werden, den Auskunftsanspruch gerichtlich geltend zu machen.



Was ist zu tun, wenn sich die Eigentümerversammlung weigert, den Auskunftsanspruch geltend zu machen?

In diesen Fällen steht den Eigentümern ein individueller Auskunftsanspruch zu.



Ist der Verwalter auch nach seiner Entlastung zur Auskunft verpflichtet?

Nur über Vorgänge, die bei der Beschlußfassung nicht bekannt waren oder auch bei zumutbarer Sorgfalt nicht hätten erkannt werden können. Ein Einsichtsrecht in die Verwaltungsunterlagen bleibt auch nach der Entlastung bestehen.



Ist der Verwalter nur den Wohnungseigentümern zur Auskunft verpflichtet?

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften kann der Verwalter auch Dritten zur Auskunft verpflichtet sein, zum Beispiel gegenüber Behörden oder als Zeuge in Straf- oder Zivilprozessen.



 


© 31.08.2001 by Peter Hudecki   E-Mail: webmaster@linnenkamp39.de
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