AG Lünen, 3 II 2/73 vom 22.08.1973




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Wohnungseigentümer


 

Gerichtliche Ermächtigung zur Einberufung einer Eigentümerversammlung


Amtsgericht Lünen


B e s c h l u ß


In der Wohnungseigentumssache


1.) a) des Kraftfahrzeughandwerkers [...], [...], [...]

  b) seiner Ehefrau Hausfrau [...] geb. [...], daselbst,


2.) a) des Verkaufsleiters [...], [...], [...]

  b) der Ehefrau [...] geb. [...], daselbst
- Antragsteller -

- vertreten durch Rechtsanwälte [...], [...], [...], [...], [...],

g e g e n

die Firma [...] KG, [...], [...]
vertreten durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin,
- Antragsgegnerin -

weitere Beteiligte

die weiteren 61 Wohnungseigentümer werden die Antragsteller nach 43 Abs. I Nr. 2, 44 Abs. IV WoEigG in Verbindung mit entsprechender Anwendung des 37 Abs. II BGB (vgl. Weitnauer-Wirths, 4. Aufl., Anm. I, 1 zu 24 WoEigG und Bärmann-Pick, 2. Aufl., Anm. 7 zu 24 WoEigG mit weiteren Nachweisen) gerichtlich ermächtigt,

  eine Wohnungseigentümerversammlung aller Wohnungseigentümer des Objekts [...], [...] ([...] = Wohnungsgrundbücher von Lünen Blatt [...]) einzuberufen mit folgenden Tagesordnungspunkten:

a) Mängelbeseitigung und Gewährleistung,

b) Berichtigung der lt. Protokollen beanstandeten Rechnungen im Rechnungsjahr 1971,

c) Vorlage des alten und wieder neu angelegten Sparkassenbuchs mit den Rücklagen,

d) Grundstückseinzäunung,

e) Wageneinstellplätze am Kelleraufgang,

f) Beschlußfassung über die Person, insbesondere Abberufung der Verwalterin

weil die Antragsgegnerin als eingesetzte Verwalterin entgegen 24 Abs. I WoEigG die letzte Wohnungseigentümerversammlung (für das Rechnungsjahr 1970) am 17.3.1971 abgehalten und sie trotz Ihrer Aufforderung von Wohnungseigentümern (u.a. vom 14.4.1972, 25.8.1972, 23.3.1972 und 5.4.1973) und trotz Ihrer in diesem Verfahren am 7.6.1973 angekündigten Einberufung für Ende Juni 1973 bis heute keine neue Wohnungseigentümerversammlung einberufen hat. Unter diesen Umständen erscheint eine vorherige mündliche Verhandlung als untunlich.

Die Kosten des Verfahrens werden der Antragsgegnerin auferlegt.

Lünen, den 22. August 1973

Amtsgericht

Schürmann

Richter am Amtsgericht

Gegen diese Entscheidung ist die sofortige Beschwerde zulässig. Diese müßte binnen zwei Wochen nach Zustellung dieses Beschlusses schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle bei diesem Gericht oder dem Landgericht Dortmund eingegangen sein.



 


© 01.09.2001 by Peter Hudecki   E-Mail: webmaster@linnenkamp39.de
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